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Arthouse - Film & Kino

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B-Roll

2017 05/29

Eine Verteidigung des (nervigen) Publikums

Wenn Figuren in einem Film ins Kino gehen, dann ist das Geschehen auf der Leinwand für sie oft eher nebensächlich. Statt der Handlung zu folgen, unterhalten sie sich, Liebespaare kommen einander näher, früher wurde geraucht. Zudem ermutigt der abgedunkelte Raum zu allen Aktivitäten, die von Zwielicht und Verborgenheit profitieren. Auch die Kamera schaut meist in die umgekehrte Richtung, in die eigentlich falsche, von der Leinwand weg ins Publikum hinein. Das hat nichts mit einer Geringschätzung gegenüber dem jeweiligen Film oder gar dem Medium an sich zu tun, im Gegenteil. Manchmal soll die Wirkung des Films gezeigt werden, erfahrbar durch den Glanz in den Augen der Zuschauer, ihr verklärtes Lächeln und ihre Tränen. Oder aber es geht um das Kino als sozialen Raum, als Ort der Begegnung.


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Cannes

2017 05/29

Cannes 2017 – Videotagebuch #11 mit „L’amant double“ und „Aus dem Nichts“

In den Gassen von Cannes stellen euch Beatrice Behn und Joachim Kurz noch zwei Filme vor: den Psychothriller von François Ozons „L’amant double“ und Fatih Akins „Aus dem Nichts“, in dem er eine lose fiktionale Aufarbeitung der NSU-Morde vorlegt.

 

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Ich glotz TV & VoD

2017 05/29

Die tägliche TV-Schau: Montag, 29.05.2017

Zuerst zücken alle noch ihre Handykameras, um die Schneelawine zu filmen, die sich majestätisch am gegenüberliegenden Berghang löst. Aber plötzlich Geschrei auf der Aussichtsterrasse: die Lawine kommt einfach nicht zum Stehen. Weißes Rauschen.


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Cannes

2017 05/28

Cannes 2017 – Videotagebuch #10 mit „Good Time“ und „The Merciless“

Genrekino-Sonderausgabe aus Cannes! Beatrice Behn und Joachim Kurz haben zwei Kriminal-/Noir-Filme gesehen. Wer hat die Nase vorn: der amerikanische Good Time von Ben und Joshua Safdie oder der koreanische The Merciless von Byun Sung-Hyun?

 

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Cannes

2017 05/27

Cannes 2017: „You Were Never Really Here“ von Lynne Ramsay

Sechs Jahre mussten wir auf einen neuen Film von Lynne Ramsay warten. Und das war schon allein deshalb nicht einfach, weil ihr letzter Film We Need to Talk About Kevin doch ein phänomenales Werk voller Wucht war. Doch das Warten hat sich gelohnt. Ramsay kehrt mit You Were Never Really Here stärker denn je zurück - und das mit einem Film, der eigentlich ganz klein ist, der aber dann doch eine Größe entwickelt, die einen mit Staunen aus dem Kino entlässt. Ihre Adaption von Jonathan Ames` Novelle ist eine stark kondensierte und konzentrierte Bearbeitung, die von der ersten Sekunde an aufzeigt, dass sie es ist, die die vollständige Kontrolle über den Stoff hat und diesen in Perfektion auf die Leinwand bringt. 


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Cannes

2017 05/27

Cannes 2017 – Videotagebuch #9 mit „Die Verführten“ und „A Gentle Creature“

Filme, Rosé und Yachten hat Cannes. Was Cannes nur sehr, sehr wenig hat, sind Regisseurinnen. In diesem Jahr gehörte im Wettbewerb Sofia Coppola mit Die Verführten dazu. Über eine Frau erzählt indes Sergei Loznitsa in A Gentle Creature - und Beatrice Behn und Joachim Kurz haben beide Filme gesehen.

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Cannes

2017 05/26

Cannes 2017: "Patti Cake$" von Geremy Jasper

Wenn man Patti Dombrowksi (Danielle MacDonald) aka Patti Cake$ zum ersten Mal sieht, dann scheint sie nicht mehr als eine junge, stark übergewichtige Amerikanerin zu sein, die irgendwo in New Jersey mit ihrer Mutter und ihrer Oma wohnt und sich irgendwie durchschlägt. Doch Patti ist keineswegs eine dieser dicken Frauenfiguren, die sich schämen, sich verstecken, die leise und traurig sind, so wie man es erwartet, wenn solche Frauen und solche Körper denn überhaupt im Kino stattfinden. Patti steht lieber auf, betrachtet sich im Spiegel, richtet ihre voluminösen Brüste und sagt sich selbst: „Du bist eine richtige geile Boss-Bitch!“. Und sie hat recht. So recht!

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Ich glotz TV & VoD

2017 05/26

Die tägliche TV-Schau: Samstag, 27.05. und Sonntag, 28.05.2017

Niemand, der Terence McDonagh dabei zugesehen hat, wie er unter Schlafentzug einer Oma ihren Sauerstoff vorenthält und sie dann in einer entnervten Tirade als Grund für den Untergang des Landes bezeichnet, kann Nicolas Cage noch als einen schlechten Schauspieler bezeichnen.


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Cannes

2017 05/26

Cannes 2017: "Aus dem Nichts" von Fatih Akin

Es ist der letzte Tag des Wettbewerbs an der Croisette. Nachdem gerade eben Fatih Akins neues Werk Aus dem Nichts gelaufen ist, ist nur noch ein Film übrig, um in das Rennen um die Goldene Palme einzugreifen. Nach neun Tagen intensivstem Filmesehen verschwimmen die Eindrücke zwar zusehends, doch Akins neuer Film ist definitiv einer, der noch lange in Erinnerung bleiben wird – was angesichts der Thematik und der aktuellen politischen wie gesellschaftlichen Stimmung auch notwendig ist. Basierend auf den Taten der Terrorgruppe NSU erzählt Aus dem Nichts von einem Bombenanschlag mit ausländerfeindlichem Hintergrund und den Folgen, die die Tat vor allem für die Frau hat, die bei diesem Anschlag ihren Mann und ihren Sohn verliert.


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Cannes

2017 05/26

Cannes 2017 – Videotagebuch #8 mit „Radiance“ und „Rodin“

Es wird philosophiert, gereimt – und über Filme gesprochen. Beatrice Behn und Joachim Kurz hatte einen harten Tag in Cannes und arbeiten sich nun tapfer durch Radiance von Naomi Kawase und Rodin von Jacques Doillon.

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