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2017 13/07

Der Filmtag im Überblick: 13. Juli - Analoge Fragen

Wie werden Frauen und Männer im Fernsehen und Kino dargestellt? In welchen gesellschaftlichen Rollen und Kontexten werden sie gezeigt? Wie häufig sind sie auf dem Bildschirm und auf der Leinwand zu sehen? Eine neue Studie der MaLisa Stiftung bietet eine umfassende und wie befürchtet problematische Bestandsaufnahme.



Die Studie erfasste zum Beispiel, dass Frauen deutlich unterrepräsentiert sind in TV-Programmen. In der Regel gibt es doppelt so viele Männer. Je älter Frauen werden, desto seltener sind sie im TV zu sehen. In Kinderprogrammen sei das Ungleichgewicht noch ausgeprägter. Es ist gut, dass diese Tendenzen nun auch mit Zahlen belegt sind und hoffentlich etwas dagegen unternommen wird.

Aktuelles
Weiteren Ärger gibt es auch über die neuen FFA-Richtlinien. Nachdem wir gestern auf die SpiegelOnline-Kolumne hingewiesen haben, meldete sich jetzt die Kulturstaatsministerin zu Wort: Anlässlich des heutigen Produzentenfestes in Berlin hat sich Monika Grütters deutlich von den Mitte Juni beschlossenen Leitlinien für die FFA-Förderung distanziert. Dies entspräche nicht dem Ziel einer Stärkung des kulturellen Films. "Auch ein deutscher Film, dem weniger als potentiell 250.000 Zuschauer zugetraut werden, kann ein kultureller, aber auch ein wirtschaftlich erfolgreicher Film sein. Beides zu erfüllen, mit Mut zum kreativen Risiko, sollte weiterhin unser Ziel sein.”. Mehr gibt es bei Blickpunkt: Film.

Mitten in diese Krisensituation hinein meldet sich aus München jemand Totgeglaubtes mit erstaunlichem Optimismus: Die Bavaria Filmstudios “sind wieder da”, so heißt es zumindest in einem Text der Frankfurter Rundschau. Achim Rohnke, der Geschäftsführer der Münchner Bavaria Film blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2016 mit steigenden Umsätzen und Gewinnen zurück, was erst der Anfang sein soll. Von nun an soll es weiter aufwärts gehen. Rund 250 Millionen Euro Umsatz hat das drittgrößte deutsche Filmstudio bis 2020 im Fokus, gut ein Zehntel mehr als heute.

Die Traumbesetzung ist nun doch perfekt. Nach langen Verhandlungen hat sich auch Joe Pesci dem Cast um Robert De Niro und Al Pacino für Martin Scorseses The Irishman angeschlossen. Die Dreharbeiten für die Netflix-Produktion beginnen laut The Playlist nächsten Monat.

David Ayer ist der nächste Regisseur, der doch nicht das Scarface-Remake machen darf. Er und Universal trennten sich, weil sein Ansatz als zu dunkel und hart empfunden wurde, wie der Hollywood Reporter meldet.

Ebenfalls für nicht passend empfunden wurde Ben Afflecks Drehbuch für den neuen Batman, wie The Wrap schreibt. Regisseur Matt Reeves äußerte, dass er an einem neuen Ansatz arbeite.

Gestern berichteten wir, dass Quentin Tarantino ein neues Projekt hat, inzwischen gibt es auch zwei Casting-Favoriten für den Film über die Manson-Morde: Brad Pitt und Jennifer Lawrence stehen laut Indiewire ganz oben auf der Liste.

Blake Lively übernimmt die Hauptrolle im Agententhriller The Rhythm Section von Reed Morano. Der Film wird von den Bond-Produzenten produziert, schreibt der Hollywood Reporter.

Beim Sarajevo Film Festival wird John Cleese mit dem Ehrenpreis, einem “Ehren-Herzen”, bedacht. Das Festival findet vom 11. bis zum 18. August statt.

Die Kino-Sonderformen (u. a. Filmfeste, Open-Air- und kommunale Kinos) haben im letzten Jahr einmal mehr gezeigt, dass ihre Geschäftsentwicklung nur bedingt vom Gesamtmarkt abhängig ist. Während 2016 in Deutschland insgesamt 121,1 Mio. Kinotickets und damit 13,0 Prozent weniger als im Ausnahmejahr davor verkauft wurden, haben die Sonderformen bei 5,3 Mio. Tickets und einem Minus von 9,2 Prozent vergleichsweise weniger Besucher verloren. Die Zahlen weist die aktuelle Auflage der FFA-Studie „Kino-Sonderformen 2012 – 2016“ aus, die in diesem Jahr in ihrer 13. Auflage die Entwicklung des Kinosaalbestandes, der Besucher- und Umsatzzahlen sowie des durchschnittlichen Eintrittspreises analysiert. Ausführliche Ergebnisse der Studie gibt es bei FFA.

In ihrer jüngsten Sitzung in Berlin hat die Deutsch-Französische Förderkommission insgesamt 632.000 Euro für die Förderung von drei Filmprojekten sowie zwei Projektentwicklungen vergeben. Neben dem Künstlerportrait Ingmar Bergmann - Vermächtnis eines Jahrhundertgenies von Margarethe von Trotta und Felix Moeller entstehen im Rahmen des deutsch-französischen Koproduktionsabkommens die französisch-deutsch-israelische Koproduktion Mirco Robert von Nadav Lapid über einen jungen Israeli in Paris sowie die französisch-deutsch-türkische Koproduktion Sibel, in deren Mittelpunkt eine taubstumme junge Türkin steht. Mit Unterstützung des Deutsch-Französischen Projektentwicklungsfonds werden das neue Projekt der französischen Regisseurin Laetitia Masson Berliner sowie der Spielfilm F wie Fittko unterstützt.

Die Filmerbedebatte in Deutschland geht munter weiter. Neben einem sehr schönen Text von Fabian Tietke im Freitag, den wir hier leider nicht verlinken können, gibt es auch in der Frankfurter Allgemeinen neuen Input. Bei Neues Deutschland wird die “analoge Frage” auch aus politischer Sicht betrachtet.

Fundstücke
Kinos im Kino. Eine schöne Sache. Das findet auch der BFI und stellt euch einige herausragende Exemplare der Filmhallen im Kino vor.

Bei Moviepilot hat unser Autor Rajko Burchardt einen spannenden Text verfasst. Es geht um den Vergleich zwischen Streaming und DVD und warum Streaming keine Alternative für DVD darstellt.

Geburtstagskind: Catherine Breillat (*1948)
“If I stop making films, I will die. I can tell myself that one day I will stop living. But I cannot bear the fact that the day will come when I will no longer be making films.”



Nicht vergessen wollen wir natürlich, dass Harrison Ford heute 75 Jahre alt wird.



Filmtipps
Einer der Skandalfilme von Breillat ist Romance XXX. Von vielen als Pornografie beschimpft, bricht der Film eigentlich mit den Konventionen dieser Bildsprache und zeigt ein verstörendes, nachhaltiges und feministisch wütendes Portrait von Sexualität.



Tabus, großes Schauspiel und Reisen durch Raum und Zeit. Das alles und mehr findet ihr wie gewohnt in unserer TV-Schau zum heutigen Fernsehabend.

Trailer
Kaum ist Winston Churchill in das Amt des neuen britischen Premierministers gewählt, steht er vor einer schweren Aufgabe, denn die Niederlage gegen Nazi-Deutschland scheint schon besiegelt, da die deutsche Wehrmacht sich unaufhaltsam auf die Insel zubewegt - eine Invasion scheint unvermeidlich. Churchill gerät von fast allen Seiten unter Druck, einzig seine Frau Clementine steht ihm zur Seite. Aber der Politiker zeigt Courage und kämpft weiter, während die britische Armee in Dünkirchen strandet. Doch in dieser dunkelsten Stunde des Königreichs erweist er sich als wahrhaft großer Staatsmann ...


Churchill - Die dunkelste Stunde

Außerdem haben wir heute zwei Filme vom kommenden Fantasy Filmfest für euch in der Trailerschau:

Es ist einige Zeit her, dass ein Serienkiller Japan terrorisierte. Der damalige Chef des Polizisten Wataru Makimura, der ihm anscheinend dicht auf den Fersen war, fand durch einen Hinterhalt des Täters den Tod. Nun ist die Verjährungsfrist aufgrund einer Lücke im Gesetzbuch abgelaufen und urplötzlich taucht der charismatische Masato Sonezaki auf, der von sich behauptet, der Gesuchte von damals zu sein. Und wie es der Zufall so will, hat er gerade seine Memoiren veröffentlicht, in denen er seine nicht mehr zu ahnenden Taten minutiös beschreibt. Makimura sinnt auf Genugtuung, doch dann stellen sich Zweifel ein, ob der Medienstar tatsächlich der wahre Mörder ist.


Memoirs of a Murderer

Nachdem sie ungewollt einen bösen Poltergeist heraufbeschworen hat, muss eine junge Frau alles Menschenmögliche unternehmen, um ihre Geschwister vor der grauenhaften Kreatur zu beschützen.


Verónica



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